Im Gemeinderat setzen wir uns ein für...
Unser Wahlprogramm für Kirchheim
Bezahlbares Wohnen –
sozial in Stadt und Quartier
· Sozialer und barrierefreier Wohnungsbau
· Sozialbindung auf mindestens 40 Jahre verlängern
· Verpachtung statt Verkauf kommunaler Grundstücke
· Leerstand verhindern – Zweckentfremdungsverbot
· Mehr konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeiten in der Stadt
· Nahversorgung zu Fuß/Rad und ÖPNV erreichbar machen
· Keine Strom- und Gas-Abschaltungen
· Günstiger Wohnraum für städtische Mitarbeiter*innen im Erziehungs- und Pflegebereich
Verlässliche Kinderbetreuung –
gute Bildung
· Jedem Kind einen Kita-Platz
· Betreuungszeiten entsprechend dem Bedarf
· Einfrieren der Kita-Gebühren – künftig gebührenfrei
· Senkung der Gebühren für Schulessen, -ausflüge, -veranstaltungen, -ticket
· Kostenfreie Kurse in der Erwachsenenbildung (z.B. VHS)
· Unsere Kinder brauchen ein Hallenbad vor Ort
Mehr Grün in unserer Stadt
· Keine Bebauung von Ackerflächen
· Waldwirtschaft muss Waldschutz und Biodiversität fördern
· Erhalt der Artenvielfalt – Landwirte unterstützen
· Baulücken und unbebaute Baufenster nutzen
· Brachliegende Industrie-/Gewerbeflächen erfassen/ nutzen
· Ausbau Photovoltaik auf Dächern, Parkflächen und Straßen
· Heizungsverbund mit Nahwärme unterstützen
· Stadt hitzeresistent und grün gestalten
· Schulhöfe klimafreundlich und naturnah gestalten
Mobil mit & ohne Auto
· Leben ohne Auto möglich machen: Rad-und Fußwege ausbauen
· Nutzung von Bus und Bahn belohnen
· Engmaschiges Busnetz mit kurzen Takten
· Barrierefreie Busse und geschützte Bushaltestellen
· Saubere und barrierefreie Toiletten in der Stadt
· Frei werdende Parkflächen zur Gemeinwohl-Nutzung verwenden
· Barrierefreies Fusswegenetz
· Tempo 30 im Stadtgebiet
· Carsharing auch im Quartier möglich machen
· Neue Ladeanschlüsse für E-Bikes
· Anbindung von Gewerbegebieten ans Schienennetz prüfen (Ötlingen, Bohnau)
· Nutzung des Busverkehrs für Transport von Post, Gütern und Fahrrädern
Programm zur Gemeinderatswahl 2024
Die Gemeinde, der Stadtteil und das Quartier sind die Basis für eine aktiv gelebte Demokratie. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihr Leben und ihre Lebensqualität direkt gestalten. Die Liste Kirchheim.Sozial setzt sich für die Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen und unterschiedlichen Lebensentwürfe ein. Die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in Kirchheim muss für jede Bürgerin und jeden Bürger in der Stadt möglich sein und gefördert werden. Eine Teilnahme am sozialen Leben in der Stadt setzt aber voraus, dass soziale Gerechtigkeit verwirklicht wird. Die Liste Kirchheim.Sozial wird eine politische Kraft sein, die aktiv für ein soziales, solidarisches und kulturelles Leben in Kirchheim für alle Menschen arbeitet - unabhängig vom sozialen Status, vom Alter, vom Geschlecht, der Religionszugehörigkeit oder der Herkunft.
Bezahlbares Wohnen – gutes Leben in der Stadt und im Quartier
Wohnen - ein Grundrecht für alle!
Wohnen darf kein Spekulationsobjekt sein. Die Liste Kirchheim.Sozial fordert die Stadtverwaltung auf, dem Wohnungsleerstand und der Zweckentfremdung von Wohnraum entschieden entgegenzutreten. Wir brauchen den öffentlich geförderten, sozialen Wohnungsbau in der gesamten Stadt. Wohnen muss zum Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge werden. Alle Kirchheimer Bürger müssen in einem gesunden Wohnumfeld leben können, frei von Schadstoffen,
Lärmbelastung und Hitzestress.
Bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum
Wohnen ist ein Menschenrecht - jedem Menschen steht eine Wohnung zu.
● Der Zweckentfremdung von Wohnraum, dem Wohnungsleerstand genauso wie der
Fremdnutzung durch Büros muss die Stadt mit Hilfe des Zweckentfremdungsgesetzes
entschieden entgegentreten. Dazu hat der Landesgesetzgeber den Kommunen die
rechtliche Möglichkeit gegeben - andere Städte (zuletzt Esslingen) nutzen das
Instrumentarium schon.
● Durch ein aktives Wohnraum-Management soll der vorhandene Leerstand und der
tatsächliche Bedarf der einzelnen Zielgruppen (Familien, Senioren, Alleinstehende, Pendler
…) erfasst und dem Gemeinderat vorgelegt werden
● Wir setzen uns für eine öffentlich organisierte Immobilien-Tauschbörse ein, in der
beispielsweise ein Tausch nach dem Motto „Wohnung mit Aufzug gegen kleines
Familienhaus“ vertrauenswürdig vermittelt wird. Hierzu sollten die Erfahrungen aus anderen
Kommunen berücksichtigt werden.
● Außerdem fordern wir eine Machbarkeitsstudie zur nachhaltigen, innerörtlichen Schaffung
von Wohnraum (z.B. Stelzenhäuser über Parkplätzen etc.)
● Die Stadt muss sicherstellen, dass keine “Wuchermieten” über dem gesetzlich erlaubten
Mietniveau erhoben werden, indem Wohnungsinserate regelmäßig geprüft werden
Öffentlicher und Sozialer Wohnungsbau
Die Stadtverwaltung steht auch beim Wohnungsbau in der Verantwortung für alle Bürgerinnen und
Bürger unserer Stadt Kirchheim unter Teck. Wir fordern:
● einen Wiedereinstieg in einen architektonisch attraktiven, kommunalen und sozialen
Wohnungsbau,
● neue Wohnformen, die ein gemeinsames Zusammenleben erleichtern,
● einen Ausbau des genossenschaftlichen Wohnungsbaus und die Stärkung der städtischen
Wohnungsbaugesellschaft.
● Die Stadt soll zusätzlich Grundstücke erwerben, um öffentliche Wohnbauprojekte forcieren
zu können.
● Kommunale Grundstücke sollen nach Möglichkeit auf Basis der Erbpacht vergeben
werden.
● Die Privatisierung von öffentlichen Grundstücken darf nur in Ausnahmefällen erfolgen.
Gutes Leben im Quartier
Für ein gutes Leben im Quartier braucht es Räume für Begegnung und Austausch in allen Stadtteilen und Wohnquartieren. Das soziale und kulturelle Leben in den verschiedenen Stadtteilen soll - ähnlich dem „Rauner-Quartier“ - als Basis für aktiv gelebte Bürgerbeteiligung öffentlich gefördert und organisiert werden.
Dafür fordern wir, dass:
● die öffentliche Förderung und Etablierung von Quartieren in allen Stadtteilen möglich wird,
● qualifizierte Quartiersmanager*innen eingestellt werden,
● Räume für Begegnung und Austausch für zivilgesellschaftliche und soziale Akteure und
Künstler bereitgestellt werden,
● die Schulgebäude in den Stadtteilen für solche Treffen, von Initiativen und Gruppen genutzt
werden können (solange keine öffentlichen Räume zur Verfügung stehen),
● inklusiv gestaltete Plätze zum Treffen, Spielen und Verweilen zugänglich für alle gemacht
werden,
● mehr Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche und Eltern mit kleineren Kindern u.a. durch
Öffnung der Schulgelände geschaffen werden,
● die Stadt sich bemüht, die Gastronomie und Läden und barrierefrei zu gestalten - in
Zusammenarbeit mit dem CityRing, dem BDS, Behindertenvertreter*innen, weiteren
Akteuren und städtischen Einrichtungen.
Soziale Durchmischung aller Wohngebiete
Für eine sozialverträgliche Stadtentwicklung ist es wichtig, dass die Wohngebiete sozial durchmischt sind. Eine Ghettobildung beim Sozialen Wohnungsbau führt zu gesellschaftlichen Spannungen im städtischen Miteinander.
● Wir fordern, dass alle neuen Wohnprojekte ab einer relevanten Größe einer Sozialbindung
von mindestens 40 Jahren unterliegen müssen, um Mietwohnung bezahlbar zu halten.
● Eine Anhörung und Mitbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner bei der
Modernisierung der Bausubstanz oder des Wohnkomforts ist sicherzustellen.
Soziale Stadt der Zukunft
Der zukünftige Wohnungsbau in unserer Stadt muss an sozial-ökologischen Kriterien ausgerichtet werden. Dazu ist bei neuen, größeren Wohngebieten beispielsweise eine Kooperation mit den Initiatoren der Internationalen Bauausstellung 2027 der Stadtregion Stuttgart (IBA27) anzustreben.
Die Liste Kirchheim.Sozial setzt sich ein:
● für mehr konsumfreie Aufenthaltsmöglichkeiten in der Stadt,
● für eine gesicherte Nahversorgung in der Stadt. Ärztliche Versorgung und Einkäufe müssen
für jeden zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht und bequem möglich sein,
● für ausreichenden Wohnraum auch für alle Menschen mit geringem Einkommen. Hierzu
zählen auch alle Menschen, die in Not geraten sind, wie z.B. bedrohte Frauen, Obdachlose
und Flüchtlinge,
● für Unterstützungsstrukturen für Bewohner von Obdachlosenunterkünften, damit ein Leben
in selbst gemieteten kleinen Wohnungen ermöglicht wird.
● gegen Strom- und Gas-Abschaltungen. Kein Mensch darf in seiner Wohnung frieren oder
im Dunkeln sitzen, nur weil er seine Rechnung nicht bezahlen kann.
Günstige Wohnungen für städtische Mitarbeiter
Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflege- und Erziehungsbereich günstige Wohnungen anbietet, um dem Personalmangel im Gesundheitswesen, der Pflege, in den Schulen und Kitas entgegenzuwirken.
Klima, Umwelt und Natur
Wir nehmen die Klima- und die Artenkrise ernst. Es ist zwingend erforderlich, das „Integrierte Klimaschutzkonzept" und den „Umwelt- und Naturschutz“ der Stadt Kirchheim ernsthaft weiterzuentwickeln und umzusetzen. Kein Flächenverbrauch auf Kosten von Umwelt und Landwirtschaft
● Die Stadt Kirchheim darf keine Genehmigungen erteilen, die dazu führen, dass weitere Ackerflächen und relevante Flächen für den Klima- und Naturschutz verloren gehen.
● Waldwirtschaft muss sich in erster Linie am Schutz des Waldes und an der Förderung der Biodiversität orientieren. Wirtschaftliche Ziele müssen dem untergeordnet werden.
● Landwirte müssen dabei unterstützt werden, die Artenvielfalt durch landwirtschaftliche Maßnahmen (z.B. durch blühende Randstreifen an Äckern, Heckensäume, Agroforstprojekte…) zu erhalten.
Bodenschutz und nachhaltige Bodennutzung
● Aktive Förderung der Nutzung von Baulücken und leerstehenden Wohnungen. Unbebaute Baufenster können für temporär erforderliche Kindergärten genutzt werden.
● Ein proaktives Flächenmanagement der städtischen Verwaltung soll leerstehende Häuser und Wohnungen sowie brachliegende Industrie/Gewerbeflächen und -objekte identifizieren und die Nutzung herbeiführen.
● Bei der künftigen Verpachtung und Verlängerung von Pachten von Landwirtschaftsflächen im Eigentum der Stadt soll die Auswahl der Pächter nach ökologischen Gesichtspunkten erfolgen. Die Pachtverträge sollen eine nachhaltige ökologische Bewirtschaftung und den Artenschutz fördern.
● Soweit noch nicht geschehen, sollen Schottergärten untersagt werden, da diese für die Biodiversität und das lokale Klima schlecht sind.
Reduzierung des CO2-Ausstosses
● Ausbau von Photovoltaik auf Dächern, Parkplätzen und Straßen. Verzicht auf FreilandPhotovoltaik aus Rücksicht auf den Klima- und Naturschutz.
● Erstellung eines CO2-Katasters für alle städtischen Gebäude mit Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur CO2-Einsparung.
● Unterstützung des Aufbaus eines kosteneffizienten und ökologischen Heizungsverbunds mit Nahwärme.
● Vorrang emissionsfreier Mobilität: Fußgänger, Radfahrer, Öffentlichen Nahverkehr.
Mehr Grün und Artenschutz in der Stadt
● Die Stadtverwaltung muss prüfen, wo sich Lücken und Gelegenheiten für Stadtbegrünung auftun und den Ausbau von Stadtgrün forcieren.
● Schulhöfe sollen Erholungs- und Lernorte für junge Menschen sein. Sie müssen klimafreundlich und naturnah eingerichtet sein.
● Der Vogelschlag an städtischen Glasflächen muss durch entsprechende Optimierungsmaßnahmen verhindert und beim Austausch und Bau von Glasflächen berücksichtigt werden.
● Alle städtischen Gebäude müssen für Nistgelegenheiten, Gebäudebrüter und Fledermäuse genutzt werden.
Mobil, aber anders
Alle Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf Mobilität, unabhängig vom Einkommen, Alter und sonstigen Einschränkungen. Mobilität muss aber auch umweltschonend umgesetzt werden. Um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen und die Erderwärmung zu stoppen, brauchen wir eine neue Mobilitätskultur. Wir müssen die Vorherrschaft der Autos beenden und ein flächendeckendes System öffentlicher und klimaschonender Angebote schaffen.
Neue Mobilitätskultur - das Gebot der Stunde
Die Mobilität der Zukunft besteht in erster Linie aus Bus, Bahn, Carsharing, Rad- und Fußwegen. Für die bequeme und effiziente Nutzung ist die Vernetzung dieser Verkehrsmittel erforderlich. Nach den Vorstellungen unserer Liste Kirchheim.Sozial sollen die Bürger*innen unserer Stadt Kirchheim unter Teck in Zukunft verschiedene, nachhaltige Verkehrsmittel nutzen können und nicht mehr vom eigenen Auto abhängig sein.
Vermeidung von Verkehr - oberstes Prinzip
In Kirchheim muss ein Leben ohne Auto möglich sein. Dafür ist eine Stadt der kurzen Wege notwendig, in der Gewerbe, Nahversorgung und Freizeit in erreichbarer Nähe sind. Nicht der Ausund Neubau von Straßen für mehr Autos ist geboten, sondern ein gut funktionierender öffentlicher Nahverkehr. Die Nutzung von Bus und Bahn muss belohnt werden. Die mittel- und langfristige Übernahme von gelungenen Lösungen von anderen Kommunen und Ländern sind zu prüfen. Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung stehen in der Verantwortung, den Menschen in Kirchheim eine lebenswerte Stadt zu bieten und deshalb ein Bewusstsein für Alternativen und die schönen Seiten von weniger Autoverkehr zu schaffen. Wir brauchen mehr Raum für die Bürger und weniger für Autos, deswegen fordern wir, die Autodichte in der Stadt zu reduzieren und die freiwerdenden Flächen der Allgemeinheit zurückzugeben.
Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs
Der öffentliche Nahverkehr wird zum großen Teil von Kreis, Land und Bund verantwortet. Dennoch sollte die Kommune ihren Einfluss nutzen, um für eine nachhaltige und erschwingliche Mobilität zu werben:
● In den Stadtvierteln fordern wir ein engmaschiges Busnetz und einen kurzen Takt.
● Der ÖPNV muss gefördert und attraktiv gestaltet werden: mit barrierefreien Bussen und geschützten Bushaltestellen.
● Am Bahnhof und an anderen zentralen Verkehrspunkten sind barrierefreie, saubere und funktionierende Toiletten von der Stadt zu betreiben.
● Um die Verbindung zwischen den Orten nachhaltig zu gestalten und für die Nutzer*innen attraktiver zu machen, ist die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden zur Wiederbelebung und Ausbau der Schienentrassen notwendig.
● Die Teckbahn nach Oberlenningen soll einen engeren Takt erhalten.
● Die Aktivierung der Schienentrasse Kirchheim-Weilheim und deren Verlängerung nach Bad Boll und Göppingen sind eine sinnvolle Ergänzung zur heutigen Busverbindung. Bevor diese realisiert wird, muss der Busverkehr attraktiver gestaltet werden.
● Außerdem ist die Anbindung von Gewerbegebieten ans Schienennetz zu prüfen z.B. Ötlingen, Bohnau etc.
● Der Güterverkehr gehört auch in Kirchheim auf die Schiene.
● Auch der Busverkehr soll für Post, Gütertransport und Fahrradtransport mit genutzt werden.
Hohe Priorität für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen
● Wir fordern Tempo 30 im Stadtgebiet und die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer*innen.
● Wir wollen den Kirchheimer*innen das Radfahren erleichtern und über die Grenzen der Stadt hinaus mit einem Radwegenetz das Fahren attraktiver machen. Dafür müssen Radwege erneuert und ausgebaut werden.
● Für Fußgänger*innen und insbesondere für Menschen mit Handicap fordert die Liste Kirchheim.Sozial ein barrierefreies Fußwegenetz. Hierzu gehören auch ausreichende Möglichkeiten zum Ausruhen in der ganzen Stadt.
● Fußgängerzonen sollen ausgeweitet und hitzeresistent gestaltet werden
● Freiwerdender Raum soll bei weniger Verkehr für die Bürgernutzung gestaltet werden.
● Wir benötigen Carsharing-Autos in jedem Wohnviertel.
● Es müssen mehr Ladeanschlüsse für E-Bikes angeboten werden.
Gute Bildung – Kultur für alle
Chancengleichheit durch gute Bildung
Die Bildungs- und Lebensperspektiven sind in Deutschland für Kinder aus armen Familien besonders schlecht. Um ein gutes Miteinander zu fördern und einer Gefährdung unserer Demokratie entgegenzuwirken, sollte auch Kirchheim gegensteuern. Da gerade die frühkindliche Phase für die Entwicklung besonders entscheidend ist, muss das von Anfang an geschehen.
Jedem Kind ein Kita-Platz - gebührenfrei
Jedem Kind ein Kita-Platz - gebührenfrei Bildung sollte von Anfang an gebührenfrei sein, um sie möglichst allen Kindern zugänglich zu machen. Wir wehren uns gegen Gebührenerhöhungen im Bildungsbereich. Unser Ziel ist die vollständige Gebührenfreiheit.
Wir fordern:
● keine Erhöhung der Kitagebühren,
● keine Erhöhung der Betreuungsgebühren an den Schulen,
● kostenloses Schulessen,
● kostenlose Teilnahme an Schulausflügen und -veranstaltungen,
● ein kostenloses Schülerticket für Bus- und Bahn.
Besseres Lernklima durch Förderung und mehr Schulsozialarbeit
Schülerinnen und Schüler, die Förderung und Unterstützung durch Schulsozialarbeit, Schulbegleitung und Schulpsychologen brauchen, müssen hierfür auch Angebote finden können.
Lebenslanges Lernen - kostenfrei
Die Liste Kirchheim.Sozial will die Folgen von Armut mindern und die Nutzung städtischer Einrichtungen für jeden möglich machen. Deshalb fordern wir, dass elementare Kurse (z.B. Sprach- und Integrationskurse, Geburtsvorbereitungs- und Elternkurse etc.) an der Volkshochschule und der Familienbildungsstätte kostenfrei besucht werden können. Lebenslanges Lernen muss für jede Bürgerin und jeden Bürger, unabhängig vom Einkommen, möglich sein.
Kultur für alle - Kulturförderung
Der Kulturetat unserer Stadt Kirchheim ist im Vergleich zu anderen vergleichbaren Städten in Baden-Württemberg sehr gering. Die Liste Kirchheim.Sozial fordert die Stadt Kirchheim auf, zusammen mit Vereinen und Initiativen mehr kulturelle Angebote zu schaffen, die nicht kommerziell ausgerichtet und für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich sind. Die kommunale Kulturarbeit muss lokale Kulturschaffende stärker unterstützen.
Barrierefreie Kultur für alle
Die Teilnahmemöglichkeiten am sozialen und kulturellen Leben müssen für alle Menschen gesichert sein. Grundvoraussetzung dafür ist, dass alle sich in der Stadt frei bewegen können. Hierzu gehören barrierefreie Toiletten, die auch für Fahrer von Elektro-Rollstühlen nutzbar sind. Die Teilnahme am kulturellen Leben, an Veranstaltungen, Ausstellungen etc. muss für alle Menschen ermöglicht werden. Wir setzen uns ein für geeignete unterstützende Hilfsmittel, die den Besucher*innen zur Verfügung gestellt werden, einen Kulturpass oder freien Eintritt für Menschen, die sich den Besuch nicht leisten können und für mehr niederschwellige Kulturerlebnisse draußen und umsonst.
Mehr Förderung für Kulturschaffende
Die kommunale Kulturarbeit muss das künstlerische Schaffen von ortsansässigen Amateuren und Professionellen sowie international renommierten Künstlern vor Ort ermöglichen und unterstützen. Dadurch entsteht eine vielfältige und lebendige Kulturlandschaft, wie sie unserer pluralistischen Gesellschaft entspricht. Arbeitsvorhaben von zeitgenössischen Kunst- und Kulturschaffenden an Kindertageseinrichtungen und Schulen sollen organisatorische, ideelle und materielle Unterstützung erfahren. Es ist erforderlich, die räumlichen Bedingungen für Musiker*innen, bildenden Künstler*innen u.a. zu verbessern, z. B. durch die Überlassung geeigneter kostengünstiger Lokalitäten, ggf. auch zur Zwischennutzung. Der Aufbau kommunaler Netzwerke für die Präsentation zeitgenössischer Kunst und Kultur soll ideell und materiell unterstützt werden.
Gute Arbeit, würdevolles Leben und Gesundheitsförderung
Die Liste Kirchheim.Sozial wird sich dafür einsetzten, dass die Stadt Kirchheim nach ihren Möglichkeiten gute Arbeit fördert, auf Tariftreue achtet und sich verstärkt um eine ausreichende medizinische und pflegerische Infrastruktur und Versorgung in den Stadtteilen bemüht.
Zugang zum Arbeitsmarkt - Tariftreue – nachhaltige Geldanlage
Die Liste Kirchheim.Sozial setzt sich für faire Arbeitsbedingungen ein.
● Der Zugang zum freien Arbeitsmarkt muss für beeinträchtigte Personen erleichtert werden, indem die Stadt selbst in Zusammenarbeit mit den Akteuren des städtischen Arbeitsmarkts mehr geeignete Stellen anbietet.
● Bei der Vergabe von Fördermitteln an professionelle Träger für soziale Arbeit setzen wir uns dafür ein, dass nur solche Institutionen/Einrichtungen berücksichtigt werden, die Tarifverträge abgeschlossen haben. Die Förderungen sollen an die jeweiligen Tarifabschlüsse angepasst werden.
● Die Tariftreue der städtisch beauftragten Unternehmen muss gewährleistet sein.
● Die städtischen Geldanlagen werden an der Agenda 2030 ausgerichtet.
In Würde leben
Alle Menschen sind gleich und haben einen Anspruch auf einen würdevollen Umgang. Hierzu zählt für uns:
● ein respektvoller Umgang der städtischen Ämter auch mit den Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind.
● eine soziale Staffelung jeglicher Gebühren, die von der Stadt erhoben werden.
Ärztliche Versorgung und gute Pflege vor Ort
● Ärztliche und pflegerische Versorgung muss als ein Element der Nahversorgung sichergestellt werden. Das gilt auch für die Versorgung durch Alltagshilfen.
● Der festzustellende Trend von einzelnen medizinischen Facharztpraxen, nur für Privatpatienten zugänglich zu sein, muss gestoppt werden. Auch gesetzlich Krankenversicherte müssen in allen medizinischen Bereichen eine zeitnahe Versorgung erhalten.
Ein Hallenbad für Kirchheim
● Der Bau des vom OB versprochenen Hallenbades wird mit Nachdruck unterstützt.
● Das Hallenbad vor Ort bietet die Chance, dass mehr Kinder das Schwimmen lernen.
● Ein lokales Hallenbad kann leicht mit Fahrrad und Bus erreicht werden. Dadurch werden Autofahrten in andere Hallenbäder vermieden. Dies trägt zur Reduzierung des CO2- Ausstoßes bei.
● Die Kooperation mit umliegenden Kommunen ist wirtschaftlich sinnvoll und dient auch der gegenseitigen Unterstützung.
